2. Variablen

Beispielcode

Etwas Theorie vorab:
ein wichtiges Element in der Programmierung bilden die Variablen. Sie erlauben es uns, Werte über einen längeren Zeitpunkt zu speichern, um mit ihnen zu arbeiten. Wie ihr Name vermuten lässt, sind sie variabel, also veränderlich – es lassen sich also unterschiedliche Werte in ihnen speichern. Man kann sich eine Variable etwa wie einen Behälter vorstellen, in welchem man Dinge aufbewahren kann, bis man sie braucht.

Variablen sind gültig, bis das Ende des Programms erreicht ist. Einen Punktestand in einem Videospiel in einer Variablen speichern wäre also eine schlechte Idee, da dieser dann beim nächsten Start nicht mehr vorhanden wäre.

Die Besonderheit von Python gegenüber den meisten anderen Programmiersprachen ist, dass man in eine Variable alles stecken kann, was man möchte. Bei der Programmiersprache C beispielsweise müssen wir uns für einen Typen festlegen: eine Variable angelegt für ganze Zahlen(Integer) kann also keine Buchstaben aufnehmen. Hierfür gibt es in C den Variablen-Typen Char.
In Python hingegen, haben wir es einfach: wir können einer Variablen eine Zahl zuweisen und wenn wir sie später für das speichern eines Textes verwenden wollen, dann machen wir das einfach. Python nimmt uns an dieser Stelle jegliche Arbeit ab.
Das alles sehen wir uns nun im Beispiel an :-)

Wem die erste Zeile unklar ist, schaue bitte in den ersten Teil, da die Schritte aufeinander aufbauen.

In den Zeilen 3 – 11 werden unterschiedliche Variablen erschaffen und ihnen ihnen ein Wert zugewiesen. Eine variable zu “erschaffen” bezeichnet man als Deklaration, ihr einen Wert zuzuweisen als Initialisierung. In Python werden Variablen erschaffen, in dem man ihnen einen Wert zuweist. Wie man sieht, können sowohl Zahlen, als auch Buchstaben, Groß- und Kleinschreibung und der Unterstrich ‘_’ verwendet werden. Die Zuweisung geschieht wie in vielen Programmiersprachen über das Gleichheitszeichen ‘=’.  Es sagt  also nicht wie in der realen Welt, dass die Linke Seite das gleiche bedeutet wie die Rechte Seite (z.B.: 3+4 = 7), sondern weist der Variablen auf der Linken Seite das, was auf der Rechten Seite steht, zu.

Eine_Farbe = “Viereck” ist in der Welt von Python also völlig korrekt ;)

Wie in Zeile 5 zu sehen, lässt sich in einer Variable auch direkt das Ergebnis einer Berechnung speichern.

Zeile 6: Beachtet das Kommazahlen in Python durch einen Punkt ausgedrückt werden. Was das Komma bewirken würde, werden wir uns in einem späteren Teil ansehen.

Möchte man einer Variablen zunächst keinen Wert zuweisen, so wird das wie in Zeile 11 gemacht.

Die Zeilen 13 – 20 machen den Inhalt der Variablen in der Konsole Sichtbar

Zeile 22:  Man kann den Wert einer Variablen verändern und das Ergebnis wieder in der gleichen Variable abspeichern. Es ist auch möglich, eine Variable mehrfach in einer Berechnung zu verwenden wie in Zeile 26 zu sehen.

Zeile 30: hier eine Besonderheit von Python: haben wir die Variable vorher für Zahlen verwendet, so wird in ihr nun ein Wort abgespeichert.

Nachtrag: “print zahl1″ würde 3 in der Konsole ausgeben. Da wir in diesem Fall nicht vorher einen Text wie ‘Wert von zahl1′ voranstellen, wäre eine Umwandlung mit str(zahl1) also nicht notwendig!

Aufgabe 1:

Welchen Wert haben die Variablen am Ende? Löse die Aufgabe auf einem Blatt und notiere dir am besten auch Zwischenwerte. Um dein Ergebnis zu Überprüfen schreibe eine kurzes Programm in Python.

a = 5
b = 6
c = 8

a = a + 7
c = c * c
b = b + a * 2

a = a – 2*a
b = b + b
c = c * c

a = a * -1
a = 5
c = b / 2
b = a + b + c

Aufgabe 2:

Zwei Variablen, a und b, sollen ihre Werte tauschen. Schreibe ein Programm das dies ermöglicht. Tipp: du darfst eine dritte Variable als Hilfe anlegen.

Also etwa so:

#!/usr/bin/python

a = 5
b = 6

print “Wert a: ” + str(a) #gibt 5 aus
print “Wert b: ” + str(b) #gibt 6 aus

#Hier nun etwas programmieren, um die Werte zu tauschen

print “Wert a: ” + str(a) #gibt 6 aus
print “Wert b: ” + str(b) #gibt 5 aus

Viel Erfolg! :)

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